Hensers CarePlan Punkt 9: Programmtipps für hygienische (und fröhliche!) Freizeiten

Corona kann einem manchmal echt den Spaß verderben. Das lassen wir Humorbegeisterte uns aber natürlich nicht bieten! Und da wir diese “Tricky-Time” nicht ändern können, ändern wir eben, was wir in dieser Zeit so machen. Wir haben ein paar vergnügliche Programm-Tipps zusammengestellt, die zweierlei bezwecken. Zum Einen sollen diese Programmpunkte einladen, die Gesamtsituation mit Frische und Fröhlichkeit anzunehmen. Zum Anderen helfen einige dieser Programmtipps, die Freizeit sicherer und hygienischer zu machen.

Bevor es an konkrete Programmtipps geht, möchten wir Euch folgende Grundlagen für Eure Programmgestaltung vorschlagen:

  • Das Programm wird wann immer möglichen draußen stattfinden
  • Während der Programmpunkte wird ein Bezugsgruppenkonzept umgesetzt
  • Vor jedem Programmpunkt desinfizieren sich alle Teilnehmenden die Hände
  • Bei Indoor-Programmen wird alle 20 Minuten der entsprechende Raum durchgelüftet
  • Ausflüge finden nur an wenig frequentierte Orte statt

Programmtipps für hygienische Freizeiten

  1. Das Hogwarts-Kleingruppen-Konzept
  2. Abstands-Messlatten basteln
  3. Freizeit-Maske basteln
  4. Eigene Seife machen
  5. Kontaktlose Kreisspiele
  6. Outdoor-Tour und Outdoor-Spiele
  7. Ausflüge an den A**** der Welt

1. Das Hogwarts-Kleingruppen-Konzept

Abstand halten ist eine wichtige Regel – die aber nicht jedem immer leicht fällt. Gerade für Kinder und Jugendliche ist es oft schwer zu vermitteln. Viele Länder und Bundesländer fordern “Bezugsgruppen-Konzepte”, in denen eine größere Freizeit-Gruppe in Kleingruppen eingeteilt werden muss. Innerhalb einer Kleingruppe ist alles erlaubt – aber zwischen den Gruppen herscht Abstandsgebot. Das Ganze ist wirklich sinnvoll, um Infektionen zu vermeiden und im Falle einer Infektion nicht gleich die ganze Gruppe isolieren zu müssen, sondern nur eine Bezugsgruppe.

Durchsetzen kann man das Ganze am Einfachsten, wenn man es spielerisch umsetzt. Man teilt die Gruppe in die rote, grüne und gelbe Gruppe ein oder eben in Griffindor, Slytherin, Ravenclaw und Hufflepuff. Oder man denkt sich eine eigene Farben- und Namenswelt aus. Diese Gruppen teilen sich dann entsprechend die Zimmer, machen gemeinsam das Programm, teilen die Tischgemeinschaft, nutzen das selbe Sanitär, belegen gemeinsam die Workshops. Und zu den anderen Gruppen muss eben leider immer der Abstand von 1-2 Metern eingehalten werden.

Vorteil ist: Innerhalb der Kleingruppen wird sehr viel möglich – auch wenn der Kontakt “zwischen den Gruppen” eingeschränkt wird. Das Ganze wird dann mit einem Punktesystem versehen. Kommt man jemandem aus einem anderen Team zu Nahe: Zack – 5 Punkte Abzug. Und natürlich werden auch alle anderen Spiele in diesen Kleingruppen gespielt und über die ganze Freizeit werden eifrig Punkte gesammelt. Wenns unfair wird und eine Gruppe auf der Mitte der Freizeit abgehängt zu werden scheint ein kleiner Tipp: Auch Dumbledore hat in den Harry-Potter-Büchern manchmal kreativ “zwischen-bepunktet” und auf diese Weise emotionale Gleichgewichte wieder hergestellt.

2. Abstands-Messlatten basteln

Um zwischen Tischen, Betten, Personen, Stühlen und Hockern den richtigen Abstand hinzubekommen, hilft hier und da eine praktische Abstands-Messlatte.
So ein Gerät hilft auf jeder Freizeit, ist 1,50 Meter lang und in der Regel aus Holz.
So ein Gerät kann recht fantasielos sein – oder man bastelt mit allen Teilis einfach eigene Abstands-Messlatten.
Die nach Maß gesägt, abgeschliffen und anschließend bunt bemalt oder lackiert.
Ideen für eine Bemalung? Freizeitlogo, der eigene bunte Name, Schlange, Wurm, bunte Zahlen, Regenbogenfarben, Zuckerstange oder einfach hübsch lackiert.

Benötigtes Material: Holzlatten, Säge, Schleifpapier, Holzsäge. Alles im Baumarkt eures Vertrauens erhältlich.

3. Freizeitmaske basteln

Wir werden wohl noch eine kleine Weile immer wieder Mund und Nase bedecken müssen – umso schöner, wenn das schick oder cool aussieht.
Auf der Freizeit kann man dann als Workshop die Gestaltung einer eigenen Maske anbieten – und das geht auf verschiedenen Schwierigkeitsgraden.

– Die Easy-beasy-Variante: Maske bemalen –
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– Für Handarbeiter: Maske besticken –
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– Für Engagierte auf dem Weg zum Vollprofi: Maske nähen –
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4. Eigene Seife machen

Ok, Ok. Wir sehen ein: Jetzt wirds vielleicht etwas überpädagogisch. Aber eigentlich macht Seife selber machen Spaß! Wir empfehlen: Nebenbei Folgen einer Seifenoper spielen, Seifenblasen pusten und am Nachmittag nach dem Workshop eine Schmierseifenbahn aufbauen.

Aber jetzt zum eigentlichen Thema: Seife selber machen bzw. gießen ist nicht allzu schwer. Und man kann in einem Freizeit-Workshop eine super Erinnerung an die Freizeit selber gestalten.
Wie es geht, können Experten am besten erklären – also geben wir ab an youtube:

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Oder für die lesende Generation hier der passende Link:
https://flavourate.com/blogs/seife-selber-machen-drei-einfache-bio-rezepte

5. Kontaktlose Kreisspiele

Ein Freizeit-Klassiker und für die meisten Freizeithasen und -häsinnen (muss man das wirklich gendern? Ich denke schon – weil schön!) sind Kreisspiele natürlich ein alter Hut. Aber in diesen “Tricky-Times” wirklich mehr als geeignet. Denn: Die meisten Kreisspiele finden draußen und auf Abstand statt. Perfekt!

Eines unserer Lieblingsspiele? “The story of my Pony”. Erklärt ganz nebenbei Funktionsweisen exponentiellen Wachstums. In diesem Jahr sicher eine Sache, die viele interessiert.

Eine gutes Sammlung findet ihr auch auf der Seite neXTtools.de vom Landesjugendring Niedersachsen. Hier gibt es über 100 Spiele mit Abstand und ohne Körperkontakt. Ihr findet die Spiele, wenn ihr auf der Seite mit dem Stichwort “kontaktlos” sucht. Da sind sicher viele Treffer dabei!

Mit einer Literatur-Empfehlung halten wir uns hier zurück. Eine youtube-Recherche zum Thema “Kreisspiele” tut sicher einen guten Dienst – hier ein kleiner Vorgeschmack mit unserem Liebling:

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6. Outdoor-Tour und Outdoor-Programm

Grundsätzlich ist es natürlich in diesen Zeiten ohnehin gut, viel Programm draußen anzubieten. Aber was natürlich immer besonders spannend ist, ist eine komplette Outdoor-Tour. Einen Tag loswandern oder -paddeln, ein Lager aufschlagen, eine Nacht in der freien Natur schlafen (gerade das schwedische Jedermanns-Recht lädt dazu ein) und auf offenem Feuer kochen bis es dann am nächsten Tag nach Hause geht – für viele Stadtkinder ein unvergessliches Erlebnis. Dafür braucht man natürlich die richtigen Teammitglieder, die das auch anleiten können und wollen. Außerdem schadet sicher ein wenig Literatur nicht. Wir können leider kein Buch besonders hervorheben – aber das Outdoor-Geschäft eures Vertrauens kann euch da sicher weiterhelfen.

Wenn man nicht gleich eine ganze Outdoor-Tour machen will, kann man auch am Haus eine Outdoor-Spiele-Olympiade machen. Eine Übernachtungs-Stätte aus Naturmaterialien bauen, ein Feuer ohne technische Hilfe entzünden, Blaubeeren um die Wette sammeln (gerade im schwedischen Spätsommer an vielen Orten möglich), ein Teammitglied mit Naturmaterialien tarnen ohne Tarnfarbe oder -anzug und gegeneinander in einer Modenschau antreten – die Möglichkeiten sind mannigfaltig, draußen und in der Regel auch mit Abstand spielbar.

7. Ausflüge an den A**** der Welt

Ja – wir meinen, was wir sagen. In Norwegen mal nicht den Preikestolen, in Schweden mal nicht nach Stockholm, in Dänemark mal nicht ins Legoland. Wir empfehlen in diesem Jahr, Ausflüge an Orte ohne große Menschenmassen zu machen. Lokale Wanderrouten, hübsche Kleinstädte, Aktionen bei denen ihr etwas ganz anmietet (Gruppen-Kerzen-ziehen, Seminare, Yoga-Kurse usw.) oder weniger stark frequentierte Strände, Seen und Wälder sind unseren Partnern vor Ort bestens bekannt. Wir empfehlen: Fragt bei Ankunft nach guten Tipps oder schaut vorher auf unseren Ausflugskarten an den Haus-Seiten vorbei.

Weiter in Hensers CarePlan: In 9 Schritten zu einer sicheren Gruppenreise

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